Mannheim: Für Bilfinger endet nach Korruptionsbekämpfung US-Aufsicht

Der Mannheimer Industrie-Dienstleister Bilfinger kann einen Strich unter die Aufarbeitung der Korruptionsaffären der
Vergangenheit ziehen. Die Aufsicht durch die US-Justizbehörde sei nach fünf Jahren beendet worden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Ein Monitor hatte den Konzern seit 2014 immer wieder in Sachen Korruption und Compliance – also Regeltreue im Unternehmen – unter die Lupe genommen. Im Jahr 2016 war die Aufsicht verlängert worden. Die US-Justizbehörde habe nun insbesondere die Erfolge bei der Korruptionsbekämpfung anerkannt und bestätigt, hieß es. Damit sei auch eine bislang nur aufgeschobene Strafverfolgung obsolet. Der Vorstandschef des Unternehmens mit 36 000 Mitarbeitern, Tom Blades, sagte: „Bilfinger ist heute im positiven Sinne ein ganz
anderes Unternehmen als beim Abschluss der Vereinbarung über den Aufschub einer Strafverfolgung.“ Das US-Justizministerium hatte wegen einer Schmiergeldaffäre in Nigeria im Jahr 2003 ein Verfahren gegen Bilfinger und ein
US-Unternehmen eingeleitet. dpa/feh