Mannheim: Gemeinderat stimmt Mehrkosten für Theater-Sanierung zu

247 statt 200 Millionen Euro – die Sanierung des Mannheimer Nationaltheaters wird deutlich teurer als zunächst angenommen. Nun hat der Gemeinderat der Stadt den höheren Kosten am mit großer Mehrheit zugestimmt. Zwei Räte enthielten sich, zwei weitere stimmten gegen die Realisierung des Projekts. Gründe für die Mehrkosten sind etwa gestiegene Baupreise und eine detailliertere Planung. „Wir stehen unter einem unmittelbaren Handlungszwang zur Sicherung der Zukunft der Institution als solche“, so Oberbürgermeister Peter Kurz. Wegen Brandschutzmängeln läuft die Betriebserlaubnis des Theaters Ende 2022 aus. Anfang Juli hatte die Stadt mitgeteilt, dass die Entwurfsplanung abgeschlossen ist. Diese beinhaltet auch eine belastbare Berechnung der Kosten. Im Jahr 2018 hatten die Räte einen Kostenrahmen von 200 Millionen Euro beschlossen, um sich Fördermittel von Bund und Land in Höhe von 120 Millionen Euro zu sichern. Darüber hinaus hatte sich das Gremium zur Finanzierung weiterer Kosten bereiterklärt. Zu diesem Zeitpunkt war die Entwurfsplanung noch nicht abgeschlossen.  Das 63 Jahre alte Nationaltheater ist das größte kommunal geführte Vier-Sparten-Haus in Europa. Die Arbeiten beginnen frühestens im Jahr 2022. (dpa/cal)