Mannheim: Großeinsatz der Polizei in der Innenstadt – Kundgebung „Solidarität für Palästina“ aufgelöst

Vor dem Hintergrund des aktuellen Nahost-Konfliktes zwischen Israelis und Palästinensern löste die Mannheimer Polizei am frühen Abend eine Demonstration mit mehreren hundert Teilnehmern auf. Nach Angaben eines Polizeisprechers war die Protestaktion unter dem Motto „Solidarität für Palästina“ auf dem Friedensplatz am östlichen Stadteingang für 150 Menschen genehmigt. Es kamen jedoch nach Angaben von Beobachtern drei- bis viermal so viele. Die Polizei war mit einem Großaufgebot mit mehreren hundert Einsatzkräften auf die Zusammenkunft vorbereitet, weil sie Auseinandersetzungen mit Andersdenkenden nicht ausschließen konnte. Zu Konfrontationen kam es nach ersten Erkenntnissen jedoch nicht. Laut einem Polizeisprecher seien vier Beamte leicht verletzt worden. Zudem habe ein Mann versucht, eine israelische Flagge anzuzünden. Das hätten die Polizisten unterbunden und den Mann
festgenommen. Ermittelt werde auch wegen eines Banners mit mutmaßlich strafrechtlich relevantem Inhalt. Die Polizei habe die Versammlung unter anderem auch deshalb aufgelöst, weil Mindestabstände nicht eingehalten worden seien. Wie die Polizei twitterte, seien danach in der Augustaanlage 100 Personen wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz und anderen Straftaten festgehalten und ihre Personalien aufgenommen worden. Auch an anderen Orten in der Innenstadt, etwa der Breiten Straße, sei es zu Einsätzen gekommen. (mho)