Mannheim: Heizöl wird etwas teurer – Verband VEH geht wegen voller Tanks von geringerem Absatz aus

Der Verband für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH) rechnet damit, dass sich die Heizölpreise in den kommenden Monaten in einem Korridor von 55 bis 60 Euro pro 100 Liter bewegen. Das sagte VEH-Geschäftsführer Hans-Jürgen Funke am Freitag in Mannheim. Mit der seit Januar bundesweit geltenden CO2-Abgabe seien die Preise leicht gestiegen. „Insgesamt aber gibt es Heizöl nach wie vor für einen wirklich günstigen Preis“, fügte er hinzu. Mit Blick auf die pandemiebedingten Unsicherheiten für die Weltwirtschaft seien langfristige Prognosen indes schwierig zu treffen.

Im vergangenen Jahr hätten die Kunden allein im ersten Halbjahr etwa 25 Prozent mehr Heizöl gegenüber dem gleichen Zeitraum 2019 bestellt. Wegen des weltweiten Konjunktureinbruchs aufgrund der Corona-Pandemie waren die Nachfrage nach Rohöl und der Heizölpreis gesunken. Der Preisverfall habe für volle Auftragsbücher bei den Händlern gesorgt. Weil die Tanks der Kunden noch gut gefüllt seien, gehe man für dieses Jahr von einem geringeren Absatz aus.

Der VEH vertritt nach eigenen Angaben etwa 400 Energiehändler in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Baden-Württemberg und Thüringen. (mho/dpa)