Mannheim: Hygienekommission zufrieden mit Schritten der Klinikleitung

Die Kommission zur Aufarbeitung des Hygieneskandals am Mannheimer Uniklinikum ist mit den eingeleiteten Schritten der Krankenhausleitung zufrieden. Diese müssten nun konsequent umgesetzt werden, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Dann sei ein Betrieb der Zentral-Sterilisation sichergestellt, der den Richtlinien entspreche. Zuvor hatte die Kommission dem Aufsichtsrat ihren Abschlussbericht übergeben. Im Oktober 2014 waren Hygienemängel in dem Krankenhaus ans Licht gekommen. Aus Sicht des Klinikums kamen keine Menschen wegen der Hygienemängel zu schaden. Im Uniklinikum sind inzwischen zum Beispiel zwei Drittel des Operationsbestecks ausgetauscht worden. Außerdem bekommt die Einrichtung im Kampf gegen Hygienemängel Unterstützung von einem externen Gesundheitsdienstleister. Auch die Zentrale Sterilgutversorgung wird umgebaut. Der Stadt zufolge wurden Mitarbeiter nachqualifiziert. Zunächst hatten zum Teil Qualifikationsnachweise gefehlt. Weitere Handlungsempfehlungen der Kommission soll nun der Aufsichtsrat analysieren. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt. Die Zahl der Operationen war über Monate drastisch heruntergefahren. Der Aufsichtsrat des Krankenhauses hatte die Kommission im November eingesetzt, um Empfehlungen zu erarbeiten. Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) ist Aufsichtsratschef. (dpa/lsw)