Mannheim: Jazzpreis-Sieger verteilen Preisgeld unter alle Teilnehmer

Die von dem Trompeter Matthias Schriefl gegründete Band Shreefpunk plus Strings hat den mit 10 000 Euro dotierten Neuen Deutschen Jazzpreis gewonnen. Die Gruppe um den aus dem Allgäu stammenden Musiker wurde am späten Samstagabend im Finale in Mannheim vom Publikum gewählt. Bei der Preisverleihung verkündete die Gruppe nach Angaben der Veranstalter, dass das Preisgeld unter allen Teilnehmerbands aufgeteilt wird. „Ich halte nicht viel davon, dass Gruppen gegeneinander antreten“, sagte Schriefl laut dem „Mannheimer Morgen“. Shreefpunk setzte sich im Finale gegen die Gruppen Seibolzing und Coastline Paradox durch. Als bester Solist wurde der 1981 geborene Schriefl mit 1000 Euro geehrt. Kern der 2003 gegründeten Band sind ein Trio mit Trompete, Bass und Gitarre, das je nach Bedarf erweitert wird. Den Neuen Deutschen Kompositionspreises in Höhe von 2000 Euro gewann Benjamin Schaefer. Kurator war in diesem Jahr der französische Bassspieler Renaud Garcia-Fons, der die drei Finalisten ausgewählt hatte. Der Stadtverwaltung von Mannheim zufolge ist die von der IG Jazz
Rhein-Neckar und der Alten Feuerwache seit 2006 verliehene Auszeichnung der einzige Publikumspreis der deutschen Jazzszene. Die Ehrung gilt als höchstdotierte Auszeichnung für deutsche Jazzbands. (mho/dpa)