Mannheim: Junge Union für Rekrutengelöbnis auf dem Ehrenhof

Das Jubiläum zum 60-jährigen Bestehen der Bundeswehr nimmt die Junge Union Mannheim zum Anlass sich für ein öffentliches Gelöbnis von Bundeswehrrekruten auszusprechen.

 

Ein öffentliches Gelöbnis von jungen Bundeswehrsoldaten – beispielsweise auf dem Ehrenhof des Mannheimer Schlosses – wäre ein schönes Zeichen der Solidarität der Stadt und ihrer Bürgerschaft mit ‚unseren‘ Soldaten. Es ist wichtig, dass Soldatinnen und Soldaten der nötige Respekt gezollt und Anerkennung zuteil wird“, so der stellvertretende Kreisvorsitzende der Jungen Union Mannheim, Lorenz Siegel.

 

Weiter heißt es in der Pressemitteilung:

 

Die Leistungen unserer Truppe müssen gesamtgesellschaftlich anständig gewürdigt werden. (…) Einen weniger verkrampften und stolzeren Umgang, wie ihn beispielsweise die US-Amerikaner gegenüber ihren Soldaten pflegen, würde auch Deutschland gut zu Gesicht stehen. (…) Gerade Mannheim als ehemalige Garnisonsstadt steht hier in besonderer Verantwortung.

 

Mannheim war bis 1918 Garnision für Teile der preußischen Armee, ab 1936 wurde für die Wehrmacht mehrere Kasernen gebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg nutzte vorallem die US-Armee diese Flächen.

 

Auf Nachfrage von RNF äußerte sich SPD Vorsitzender Mannheim, Wolfgang Katzmarek:

Ich bin ein wenig überrascht mit welchen Themen sich die JU Mannheim beschäftigt. Ob das Ritual eines Rekrutengelöbnis noch in die heutige Zeit passt ist fraglich. Zum einen befinden wir uns gerade mit der Konversion auf dem Weg Mannheim mittelfristig militärfrei zu machen. Zum anderen haben wir inzwischen keine Wehrpflicht mehr, in der jeder seinen Dienst leisten muss, sondern eine Berufsarmee. Feuerwehr oder Polizei leisten ähnliches für unser Land und haben kein solches Ritual.

Bei der Stadt liegt bisher kein konkreter Antrag für ein Rekrutengelöbnis vor.

(Kim)