Mannheim / Karlsruhe: BGH verkündet Urteil im Kunst-Streit ums „Mannheimer Loch“

Seit Jahren kämpft die Künstlerin Nathalie Braun Barends um zwei dem Um- und Neubau der Kunsthalle Mannheim zum Opfer gefallene Installationen. Am Donnerstag, den 21.02.2019, verkündet der Bundesgerichtshof (BGH) in letzter Instanz sein Urteil. Der Gebäudeteil, in dem sich einmal die als „Mannheimer Loch“ bekannt gewordene Arbeit „HHole“ durch Öffnungen in den Decken über sämtliche Ebenen zog, ist inzwischen entkernt und offen bis unters Dach. Die Lichtinstallation „PHaradise“ wurde bei einer Dachsanierung entfernt. Die Künstlerin sieht ihr Urheberrecht verletzt. Für den Fall, dass sie ihre Werke nicht wiederaufbauen darf, fordert sie hohe Summen Schadenersatz von der Stadt Mannheim – bisher ohne Erfolg. Die Gerichte meinten, dass der Eigentümer die Möglichkeit haben müsse, sein Gebäude anderweitig zu nutzen und umzugestalten. Die Karlsruher Richter wollen in ihrem Urteil erstmals Maßstäbe dafür entwickeln, wann zu diesem Zweck Kunst vernichtet werden darf und wann nicht. (dpa/mpf)