Mannheim/Karlsruhe: Schmerzensgeld für Hundebisse – OLG kassiert Urteil des Mannheimer Landgerichts

Nach dem Angriff ihres nicht angeleinten Hundes auf einen anderen Hundehalter und sein Tier in Weinheim muss eine Frau Schmerzensgeld zahlen. Das Oberlandesgericht Karlsruhe sprach dem Mann wegen einer Bissverletzung am Kopf ein Schmerzensgeld von 2000 Euro sowie 3100 Euro Verdienstausfall zu. Das OLG revidierte damit ein Urteil des Landgerichts Mannheim. Es hatte die Klage zunächst mit der Begründung abgewiesen, es sei nicht feststellbar, ob der Kläger von seinem eigenen Hund oder dem der Widersacherin gebissen wurde. Laut OLG kommt es darauf aber nicht an. Der Hundehalterin kreidete das Gericht vielmehr an, dass ihr die Aggressivität ihres Hundes bekannt war. Er hatte wenige Woche zuvor bereits einen anderen Terrier angegriffen und dessen Halterin in die Hand gebissen. (mho/dpa)