Mannheim: Löbels CDU-Kreisverband fordert rascheren Rückzug

Der CDU-Kreisverband des in Geschäfte mit der Maskenbeschaffung verwickelten Mannheimer Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel fordert den Politiker zu einem zügigeren Rückzug als angepeilt auf. «Wir fordern und appellieren an ihn, diesen Rückzug von allen Ämtern und Mandaten bis spätestens 31. März 2021 zu vollziehen, um allen Beteiligten eine unnötige Hängepartie zu ersparen», teilte der Kreisvorstand der CDU Mannheim am Sonntag nach einer Sitzung mit. Das sei vor dem Hintergrund der Geschehnisse «unausweichlich, folgerichtig und konsequent».

Löbel war bis zuletzt Mannheimer CDU-Kreischef gewesen, hatte diesen Posten aber am Sonntagvormittag aufgegeben. Zugleich hatte er angekündigt, zwar nicht für ein neues Bundestagsmandat bei der anstehenden Wahl zu kandidieren, sein jetziges Mandat aber noch bis Ende August zu behalten. Seine Mitgliedschaft in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion werde er sofort beenden.

Löbel hatte am Freitag eine Beteiligung an umstrittenen Geschäften mit Corona-Schutzmasken eingeräumt. Der Kreisvorstand zeigte sich «überrascht, schockiert und fassungslos». Die von Löbel betriebene provisionsabhängige Vermittlung von Corona-Schutzmasken in der Corona-Pandemie sei «nicht zu tolerieren». Weiter hieß es, die Vorgänge widersprächen «unseren Wertevorstellungen als christlich geprägte Rechtsstaatspartei». Die Ablehnung dieses Verhaltens in der Bevölkerung verstehe und teile man «ausdrücklich». (lsw)

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