Mannheim: Lokführer zu Bewährungsstrafe verurteilt

Im Prozess um das schwere Zugunglück in Mannheim vor 2 Jahren ist ein Urteil gefallen. Die Richterin des Amtsgerichts Mannheim verurteilte den heute 62-jährigen Lokführer wegen fahrlässiger Körperverletzung in 14 Fällen und Gefährdung des Bahnverkehrs zu 6 Monaten Haft auf Bewährung, sowie zu 100 Sozialstunden. Das Gericht spricht von einem Augenblicksversagen, der Zugführer habe mehrere Haltesignal überfahren und dann bewusst eine Zwangsbremsung aufgehoben. Dazu sei er nicht befugt gewesen, so das Urteil. Der von dem Angeklagten geführte Güterzug war im August 2014 im Gleisvorfeld des Mannheimer Hauptbahnhofs mit einem Reisezug zusammengestoßen. 38 Menschen wurden dabei verletzt, 14 von ihnen meldeten sich später bei der Staatsanwaltschaft und waren daher Bestandteil der Ermittlungen. (dpa/nih)