Mannheim: Medizinstudierende mit den besten Ergebnissen im Vergleich aller Medizinfakultäten bundesweit

Medizinstudierende aus Mannheim erreichten bei der zweiten großen Prüfung bundesweit die besten Ergebnisse. Wie die Universität Heidelberg mitteilt, haben rund 6.000 Studierende an insgesamt 38 Medizinfakultäten in diesem Frühjahr zeitgleich die bundeseinheitliche Prüfung, das M2, abgelegt. An drei aufeinanderfolgenden Tagen mussten sie dabei insgesamt 320 Prüfungsfragen beantworten. Die meisten Fragen richtig beantwortet haben die Studierenden der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Sie rangieren damit auf Platz 1. Den zweiten Platz teilen sich die Studierenden der Schwesterfakultät in Heidelberg mit den Medizinstudierenden aus Ulm.

Die zweite große Prüfung im Medizinstudium absolvieren die Studierenden am Ende der klinischen Ausbildung, üblicherweise kurz vor dem Praktischen Jahr (PJ). An den Medizinfakultäten in Baden-Württemberg und Bayern traten in diesem Jahr jeweils zwei Kohorten zur Prüfung an. Die beiden Länder waren vor einem Jahr einer Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) gefolgt, die den Ländern am 30.3.2020, also quasi unmittelbar vor dem geplanten Prüfungstermin, „angesichts der aktuellen epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ empfahl, den zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung zu verschieben und die Studierenden direkt in das PJ zu schicken.

Für die Studierenden bedeutete dies eine besondere Härte, da ihr Wissen, das sie sich bereits in der Prüfungsvorbereitung angeeignet hatten, nicht geprüft werden konnte und sie stattdessen nun, ein Jahr später, gemeinsam mit dem nachfolgenden Jahrgang zur Prüfung antreten mussten. Zudem verkürzte sich durch das noch laufende PJ die Vorbereitungszeit für diese Studierenden, sodass befürchtet wurde, das vorgezogene PJ könne zu einem schlechteren Abschneiden dieser Kohorte führen.

„Glücklicherweise hat sich diese Befürchtung nicht bestätigt“, so der Studiendekan der Medizinischen Fakultät Mannheim, Professor Dr. Thomas Wieland. Vergleicht man an den baden-württembergischen Medizinfakultäten jeweils die Prüfungsergebnisse beider Kohorten, so zeigen sich nur marginale Unterschiede. „Bei uns in Mannheim hat die Kohorte mit vorgezogenem PJ sogar etwas besser abgeschnitten als die Regelkohorte. Ich vermute, dass die gewonnene klinische Erfahrung durch das PJ den potenziellen Nachteil durch die Lernzeitverkürzung zumindest ausgeglichen hat.“ (Quelle: Uni Heidelberg / asc)