Mannheim: Heiratsschwindler muss drei Jahre in Haft

Ein 60-jähriger Heiratsschwindler ist vor dem Mannheimer Landgericht wegen Betrugs zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt worden. Aus Sicht der Kammer hatte der geständige Mann zwischen 2010 und 2013 zwei Frauen aus der Bodenseeregion und dem Rhein-Neckar-Kreis um rund 150 000 Euro betrogen. Er habe die Frauen klar über seine finanziellen Verhältnisse getäuscht, sagte der
Vorsitzende Richter am Dienstag.
Der Angeklagte hatte vorgegeben, mehrere Firmen zu besitzen und viel Geld auf der Vatikanbank liegen zu haben. Wegen angeblicher kurzfristiger finanzieller Engpässe pumpte er die Frauen immer wieder
an. Er umgarnte sie und erschlich sich mit Charme und Lügen ihr Vertrauen. Einige Vorwürfe ließ das Gericht zuvor fallen – zunächst war von einem Schaden von knapp 160 000 Euro die Rede gewesen.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 3 Jahren und 9 Monaten gefordert. Die Verteidigung plädierte auf eine Bewährungsstrafe. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.(dpa/lsw)