Mannheim: Nach Brand im „Alten Relaishaus“ – Haupttäter muss für acht Jahre hinter Gitter

Weil er sein Gasthaus in Mannheim-Rheinau abgefackelt hat, muss der 48-jährige Eigentümer wegen besonders schwerer Brandstiftung und Betrugs für acht Jahre ins Gefängnis. Das urteilte der vorsitzende Richter des Landgerichts Mannheim am Mittag. Ein zweiter Angeklagter muss für fünf Jahre ins Gefängnis. Zwei weitere Helfer kamen mit Bewährungsstrafen davon. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen die beiden Haupttäter in ihrem Plädoyer elf und sieben Jahre Haft gefordert. In den frühen Morgenstunden des 21. Oktober 2015 brannte die Gaststätte „Im Alten Relaishaus“ in Mannheim-Rheinau nieder. Der Eigentümer wollte das denkmalgeschützte Barockgebäude umbauen, was die Behörden jedoch ablehnten. Daraufhin soll der verschuldete Mann beschlossen haben, das Haus anzuzünden und die Versicherungssumme von etwa einer halben Million Euro zu kassieren. Für seinen Plan gewann seinen 21-jährigen Angestellten und einen 66-jährigen als Helfer. Die drei sitzen seit Anfang des Jahres in Untersuchungshaft. Durch das Feuer entstand ein Schaden von rund 250.000 Euro an dem historischen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. (mj)