Mannheim: Nach Ja zur Bundesgartenschau will die Stadt die Planung vorantreiben

Nach der schwer errungenen Zustimmung des Gemeinderats zur Bundesgartenschau 2023 will die Stadt Mannheim die weiteren Schritte zügig vorantreiben. Bei der Feinplanung wolle die Kommune auch externe Fachleute einbeziehen, sagte Oberbürgermeister Peter Kurz. „Die nächste Phase wird ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen“, meinte der SPD-Politiker. Es gehe um „unmittelbare operative Schritte“, etwa im Baurecht. Das Votum des Rats von Dienstagabend sei eine gute Basis, um voranzukommen. Das Gremium hatte nach einer kontroversen Debatte das umstrittene Konzept für die Bundesgartenschau (Buga) genehmigt. Bei der Sitzung votierte der Gemeinderat mit 30 zu 16 Stimmen für das Großprojekt „Landschaftspark Grünzug Nordost“, das als Grundlage für die Buga gilt. Das 105,5 Millionen Euro teure Konzept sieht unter anderem Spielplätze, Sportstätten und Radwege vor. Ohne Mehrheit hätte die Stadt die Gastgeberrolle abgeben und eine Millionenstrafe zahlen müssen. Oberbürgermeister Kurz sieht die Buga auch als Schritt hin zu mehr Lebensqualität in der industriell geprägten Stadt. Gegner lehnen die Schau auf dem Areal einer ehemaligen US-Kaserne als Geldverschwendung ab, ein Abgeordneter sprach von der „teuersten grünen Wiese Europas“. Bei der Finanzierung des Landschaftsparks rechnet Mannheim mit einer Landesförderung von 40 Millionen Euro, bei einer Eigenbeteiligung von 65,5 Millionen Euro. Das Konzept umfasst eine Naturschneise von etwa 220 Hektar, das ist eine Fläche so groß wie rund 300 Fußballfelder. (dpa/lsw/asc)