Mannheim: Nach Punktabzug erwägt SV Waldhof weitere Schritte

Der SV Waldhof Mannheim erwägt nach der gescheiterten Berufung vor dem DFB-Bundesgericht weitere juristische Schritte. Man werde das schriftliche Urteil abwarten und dann entscheiden, ob man noch eine weitere Runde gehe, sagte Geschäftsführer Markus Kompp der Deutschen Presse-Agentur nach der mündlichen Verhandlung in Frankfurt/Main. Der Punktabzug erfolgte wegen Ausschreitungen im Relegationsspiel um den Aufstieg in die 3. Liga. „Wir müssten jetzt prüfen, ob wir vor das ständige Schiedsgericht gehen müssen oder vor das Landgericht Frankfurt können“, sagte Kompp. Ansatz dafür ist ein Formfehler, auf den das Gericht in der mündlichen Verhandlung nach Angaben von Kompp nicht eingegangen ist. Demnach bekamen die Mannheimer einen nicht vom Kontrollausschuss unterschriebenen ersten Antrag über neun Punkte Abzug zugestellt. Verurteilt wurde Mannheim im Juli dann zu drei Punkten Abzug, einer Geldstrafe in Höhe von 40 000 Euro und mehreren Auflagen. Das DFB-Bundesgericht bestätigte in der Berufung nun die drei Punkte Abzug für die laufende Saison, reduzierte aber die Höhe der Geldstrafe. So muss der Verein nur noch 25 000 Euro bezahlen und darf einen Teil davon in Maßnahmen zur Sicherheit und Gewaltprävention investieren. Das Gericht berücksichtigte damit die Club-Reaktion. „Wir haben das zur Kenntnis genommen, dass wir gelobt, gelobt, gelobt wurden für unsere Arbeit“, sagte Kompp. „Das war aber glaube ich ein bisschen ein Kampf gegen Windmühlen, da mit Inhalten gegen den Punktabzug vorzugehen.“ Er halte es weiter für falsch, die Spieler für ein Fehlverhalten der Fans zu bestrafen.(dpa)