Mannheim: Niedrigwasser – Schiffs-Passagiere müssen aussteigen

Wegen des hitzebedingten Niedrigwassers müssen am Mannheimer Hafen derzeit viele Passagiere die
Flusskreuzfahrtschiffe verlassen. Für diese Schiffe führe der Rhein nicht genug Wasser, um Richtung Basel weiterzufahren, erläuterte Hafenmeisterin Regina Güntert am Donnerstag. Die Gäste werden dann
von ihren Reisegesellschaften per Bus nach Süden gebracht. Von den fünf Liegestellen sei bereits eine mangels Wassertiefe gesperrt. Während in der Regel nur zwei Anlegestellen besetzt seien, würden nun die restlichen vier andauernd genutzt, sagte Güntert. Die Liegezeiten betragen zwischen einer und 24 Stunden. Anfragen nach mehreren Tagen nehme man nicht an, erläuterte die Hafenmeisterin. Der Pegelstand betrage derzeit 1,43 Meter. Im Schnitt von 2000 bis 2009 lag der Pegelstand im Juli bei 3,09 Metern, von 2010 bis 2017 bei 3,20. In diesem Jahr ergibt sich von Januar bis Juli ein Wert von im Schnitt 1,97 Metern. Im Hitzejahr 2003 fiel er unter einen Meter, so dass der Fahrbetrieb ganz eingestellt wurde.
Die Kreuzfahrten sind für den Mannheimer Hafen ein wachsendes Geschäftsfeld. „Das boomt“, betonte Güntert. Im Jahr 2010 legten noch 500 Kreuzfahrtschiffe in Mannheim an, um den Reisenden etwa einen
Tagesausflug in die Quadratestadt oder das nahe gelegene Heidelberg zu ermöglichen. Bislang hätten sich für dieses Jahr bereits 669 Schiffe angemeldet. Güntert beobachtet unter den Passagieren einen
wachsenden Anteil junger Menschen. (mho/dpa)