Mannheim: Noch Probleme bei papierloser Aktenführung an Mannheimer Gericht

Gut ein halbes Jahr nach Einführung einer papierlosen Aktenführung in Mannheim sieht Landgerichtspräsident Günter Zöbeley noch Probleme bei dem Pilotprojekt. „Das ist schwieriger, als ich dachte und läuft nicht so glatt wie gewünscht“, sagte er am Mittwoch. Als Beispiel nannte er die Lesbarkeit. „Das ist verbesserungswürdig“, meinte Zöbeley. Die elektronische Aktenführung soll die Arbeitsprozesse vereinfachen. Justizminister Guido Wolf (CDU) hatte Baden Württemberg als Vorreiter für eine moderne Justiz bezeichnet. Angesichts des massiven Personalmangels begrüßte Zöbeley indes die landesweit geplanten 74 Neueinstellungen als längst überfälligen Schritt. Davon gehen 1,5 Stellen an das Landgericht Mannheim. Die Wirtschaftsstrafkammer arbeite am Limit, sagte Zöbeley. Er hoffe, dass die Landesregierung weitere Schritte folgen lasse. Wolf zufolge fehlen bei Gerichten und Staatsanwaltschaften insgesamt 213 Stellen. Die 74 neuen Stellen seien eine erste Maßnahme. Zöbeley geht am 1. Februar nach rund 15 Jahren als Landgerichtspräsident in Pension. Sein Nachfolger wird der bisherige Präsident des Amtsgerichts in Mannheim, Martin Maurer. (dpa/lsw)