Mannheim: Oberbürgermeister Kurz widerspricht Innenminister Strobl

Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz hat der Darstellung in einer Kabinettsvorlage der Landesregierung Baden-Württemberg widersprochen, nach der die Stadt dem Land angeboten habe, auf dem Areal der Coleman-Kaserne im Mannheimer Norden ein Ankunftszentrum für Flüchtlinge einzurichten. Das Innenministerium habe die nicht korrekte Darstellung inzwischen eingeräumt, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Mannheim. Bei entsprechenden Überlegungen solle zuerst mit den dafür zuständigen Stellen in der Stadtverwaltung gesprochen werden. „Sonst würde eine seriöse Verhandlungsführung unmöglich“, so Kurz in einem Schreiben an Innenminister Thomas Strobl.

In einer Reaktion auf den Brief des Oberbürgermeisters schreibt der Mannheimer CDU-Kreisvorsitzende Nikolas Löbel, er habe sich gewünscht, dass Kurz „eine Ansiedlung eines Ankunftszentrum für die ganze Stadt Mannheim und alle Konversionsflächen als nicht hinnehmbar bezeichnet und von Beginn an deutlich Position im Sinne der Stadt gegen ein Ankunftszentrum und für eine Entlastung Mannheims bei der Zuweisung und Unterbringung von Asylbewerbern bezogen“ hätte. (rk, aktualisiert)