Mannheim: Pferd stirbt im Jagdrennen

Tragisch endete der erste Renntag der Saison auf der Waldrennbahn Mannheim-Seckenheim: Im Jagdrennen starb am Nachmittag ein achtjähriger Wallach. Die Reiterin, Sonja Daroszewski aus Bremen (23), sei wohlauf, so Holger Schmid, der Präsident des Badischen Rennvereins am frühen Sonntagabend, sie sei allerdings zur Untersuchung „und um absolut sicher zu gehen“ in ein Krankenhaus gekommen. Das Rennen um den Richard Grimminger-Gedächtnispreis (3200 Meter) war das sechste von sieben Rennen beim VR Bank Rhein-Neckar-Renntag. Typisch für Jagdrennen sind die Hindernisse. Laut Schmid, der sich auf den Tierarzt beruft, ist die Todesursache nicht völlig klar. Der dunkelbraune Wallach namens North Germany habe vermutlich einen Herzinfarkt erlitten, sei in vollem Galopp zu Fall gekommen und sich dabei das Genick gebrochen. Das Rennen wurde daraufhin abgebrochen.

Das Tier gehörte Michael Himmelsbach, Ehrenpräsident des Badischen Rennvereins. Wert legt Schmid auf die Feststellung, dass das Unglück nicht an einem Hindernis passierte, sondern „etwa 30 bis 40 Meter entfernt auf der Flachbahn“. Am Geläuf könne es ebenfalls nicht gelegen haben, es habe sich „in hervorragendem Zustand“ befunden, so der Präsident. Es sei „lange“ her, dass sich so etwas zuletzt in Mannheim ereignete. Schmid bedauerte den Vorfall: „Bis dahin war es ein schöner Renntag.“ Bei sonnigem Frühlungswetter waren geschätzt 8000 Menschen auf der Waldrennbahn beim ersten von fünf Renntagen der Mannheimer Turfsaison.