Mannheim: Plädoyers im Brandstifter-Prozess

Sie soll Feuer in ihrer Wohnung gelegt haben, während ein Stockwerk tiefer zwei Menschen schliefen: Im Prozess vor dem Mannheimer Landgericht hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag eine Haftstrafe von 5 Jahren und 6 Monaten wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung für die Angeklagte gefordert. Den möglichen Tod der Nachbarin habe die 57-Jährige beim Anzünden ihrer Wohnung in Kauf genommen. Die zwei Mieter der anderen Wohnung hatten sich noch in Sicherheit bringen können. „Sie hat nicht daran gedacht, dass sich das Feuer nach unten ausbreitet“, betonte dagegen die Verteidigung. Sie habe niemanden verletzen wollen. Die Angeklagte selber wollte sich auch auf Nachfrage des Richters nicht zu den Vorwürfen äußern. Im Gespräch mit einem psychiatrischen Gutachter soll sie die Brandstiftung eingeräumt haben. Auslöser für die Tat soll eine Räumungsklage gewesen sein.(dpa/lsw)