Mannheim: Prozess nach Jungbusch-Krawallen

Die Massen-Krawalle im Mannheimer Jungbusch haben seit heute ein gerichtliches Nachspiel. Zum Prozessauftakt gestand der 24jährige Angeklagte, bei der Schlägerei viermal geschossen zu haben. Er habe jedoch nie auf Personen gezielt und niemanden verletzen wollen. Die Kugeln beschädigten den Rolladen eines Internet-Cafes und durchschlugen eine Fensterscheibe. Der Randale im Juni letzten Jahres mit bis zu 100 Beteiligten und einem Groß-Einsatz der Polizei ging der Anklage zufolge Schlägereien zwischen rivalisierenden türkischen Gruppen voraus. Der Angeklagte habe sich darauf hin mit einer halbautomatischen Pistole bewafnnet. Er muss sich wegen versuchten Totschlags verantworten. Es sind zehn weitere Prozesstage terminiert. Das Urteil soll am 11. März fallen. (mho)