Mannheim: Prozess wegen Totschlags neu aufgerollt

Seit heute wird der Prozess um den Tod eines 63-jährigen Mannes aus Mannheim vor dem Landgericht neu aufgerollt. Die 43-jährige Lebensgefährtin des Opfers hatte den Mann im September 2016 im Affekt erstochen und wurde im April 2017 wegen Totschlags zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Die Verurteilte legte Revision ein. Im September hob der Bundesgerichtshof das Urteil unter anderem wegen einer lückenhaften Beweiswürdigung auf. Während eines Eifersucht-Streits in der Küche der gemeinsamen Wohnung in der Neckarstadt hatte die 43-Jährige zu einem Messer gegriffen und ihren Lebensgefährten tödlich verletzt. Einem Gutachten zufolge litt die Frau an einer Persönlichkeitsstörung und war deutlich alkoholisiert. Für den neuerlichen Prozess sind sechs Tage anberaumt. Das Urteil ist für den 21. März geplant. (mj)