Mannheim: Risiko-Inzidenzwert überschritten – Neue Einschränkungen ab Samstag – Hilfe der Bundeswehr angefordert

Die Zahl der Corona-Infektionen in Mannheim hat sich auf 1430 erhöht. Die 7-Tage-Inzidenz von 50 Infizierten (auf 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, Anm. d. Red.) wurde überschritten. Das teilt die Stadt am Donnerstagabend mit. Damit gilt Mannheim als Risikogebiet.

Dem Gesundheitsamt wurden 42 weitere Fälle gemeldet. Nach wie vor seien fast alle Infektionsketten nachvollziehbar. Die Infektionen fänden zum überwiegenden Teil durch direkten Kontakt im privaten, familiären, beruflichen oder schulischen Umfeld statt. „Die steigenden Fallzahlen sind besorgniserregend, weil nicht gesichert werden kann, dass vulnerable Gruppen auf Dauer zu schützen sind“, kommentiert Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz die Daten.  „Anzunehmen, dass das Virus inzwischen harmloser ist als im Frühjahr, könnte ein fataler Fehler sein. Wenn wir die Zahlen wieder nach unten bringen und sichern wollen, dass Einschränkungen wieder aufgehoben und nicht noch verstärkt werden müssen, muss gleiches gelingen wie im März/April. Nur wenn dies in den nächsten Tagen gelingt und möglichst alle einen Beitrag leisten, können wir Weihnachten und Silvester zumindest einigermaßen so verbringen, wie wir es gewohnt sind“, so Kurz.

Wegen der Überschreitung des Risikowerts gilt ab Samstag, 17.10., per Allgemeinverfügung:

– Weitere Einschränkungen der Teilnehmerzahl bei privaten Feiern – in privaten und in öffentlichen Räumen
– Maskenpflicht im Freien an ausgewählten Straßen und Plätzen im der Innenstadt
– Sperrzeit ab 23 Uhr für Gastronomen und Vergnügungsstätten
– Alkohol-Straßenverkaufsverbot am Wochenende ab 22 Uhr
– Limitierung der Teilnehmerzahl bei öffentliche Veranstaltungen in Innenräumen auf maximal 100 Personen
– Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum
– Maskenpflicht im Unterricht für Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse

Darüber hinaus hat die Stadt Bundeswehr-Kräfte angefordert, die das Gesundheitsamt bei seiner Arbeit unterstützen sollen. Nur so könne der Mehraufwand gedeckt werden. Die Soldatinnen und Soldaten sollen bei der Kontaktaufnahme mit positiv getesteten Bürgerinnen und Bürgern sowie deren Kontaktpersonen unterstützen. Der Einsatz ist ab dem 22. Oktober vorgesehen. (wg)