Mannheim/RNK: Neuer Polizeipräsident will Sicherheitsgefühl der Bürger stärken

Das Sicherheitsgefühl der Bürger und die reale Gefahrenlage stimmen häufig nicht überein – der neue Mannheimer Polizeipräsident Andreas Stenger will das Problem zur Chefsache machen. „Wenn sich der öffentliche Raum in schlechtem Zustand präsentiert, fühlen sich Bürger unsicherer, als es mit Blick auf die objektive Lage sein müsste“, sagte der 56-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Schäden durch Vandalismus, Hundekot auf dem Gehweg, Abfall auf Grünflächen oder auch Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit beeinträchtigten das Sicherheitsempfinden. In Zusammenarbeit mit den Kommunen müssten solche bedrohlich wirkenden Umstände angegangen werden. „Wir müssen die Beschwerden der Bürger ernst nehmen, schnell reagieren und den Kontrolldruck erhöhen. Denn wenn sich nichts ändert, fühlen sich die Menschen allein gelassen.“ Dabei ist die Gesamtzahl der Straftaten in Baden-Württemberg rückläufig – von 2017 um 1,3 Prozent auf 572.173 im Jahr 2018. Stenger folgt am 1. Mai Thomas Köber nach, der sich mit 63 Jahren in den Ruhestand verabschiedet hat. (lsw/mj)