Mannheim: RNV gibt Stellungnahme zu Vorwürfen ab

Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH hat eine Stellungnahme zu den erstmals von der „Bild“-Zeitung veröffentlichten Vorwürfen genommen. Die rnv versichert darin, dass sie sehr an einer nachhaltigen Aufklärung der Vorfälle interessiert ist, heißt es. Bereits vor einem Jahr habe ein Gespräch zwischen einem ehemaligen Mitarbeiter der rnv und der Geschäftsführung stattgefunden. Dabei wurde laut rnv vereinbart, dass das Datenmaterial des ehemaligen Beschäftigten an das Unternehmen weitergeleitet werde, um den Sachverhalt zu prüfen. Dies sei nicht geschehen. Sämtliche Versuche, mit dem ehemaligen Mitarbeiter deshalb erneut in Kontakt zu treten seien ebenfalls gescheitert. Ende April 2017 erhielt die rnv nach eigenen Angaben einen Hinweis, wonach auf youtube belastendes Material veröffentlicht worden sei, dieses wurde vom Unternehmen umgehend nach Bekanntwerden gesichert. Seit Anfang Mai wird das mit versteckter Kamera und in extrem schlechter Qualität aufgenommene Material mit hohem technischen und zeitlichen Aufwand ausgewertet. Die rnv distanziert sich von Rassismus. Die rnv sei so vielfältig und bunt wie die Menschen in der Region, heißt es unter anderem. Rechtsradikale Parolen, Diskriminierung und Nötigung seien nicht mit den Werten der rnv in Einklang zu bringen. (rnv/mj)

Erstmeldung von heute Morgen:

Wie die Bildzeitung heute berichtet, hat ein entlassener RNV-Mitarbeiter von 2015 bis 2016 mit versteckter Kamera Kollegen gefilmt. Auf den Mitschnitten soll ein Mann im Blaumann zu sehen sein, der erklärte: „Die Nigger. das sind alles Volksschädlinge und die das reinlassen, sind Volksverräter. Beide gehören vor Gericht, und je nach Vergehen liquidiert.“ Ein anderer Mann im Anzug hebe nach Angaben der Zeitung den Arm zum Hitlergruß und ein Fahrer prahle damit, Asylbewerber stehen zu lassen und sie mit Bremssand beworfen zu haben. In einer Szene sprechen Männer darüber, dass ein weiblicher Fahrgast möglicherweise sexuell missbraucht worden sei. Die RNV will das Videomaterial sichten und sich auf einer Pressekonferenz am Mittag äußern. Mehr zu dem Thema heute Abend in RNF Life. (asc)