Mannheim: RNV präsentiert erste Erkenntnisse im „Nazi-Skandal“

Gegen zwei Mitarbeiter der Rhein Neckar Verkehr GmbH besteht nach einer internen Untersuchung der Verdacht auf ein erhebliches Fehlverhalten. Wie die rnv mitteilt, wurden beide zu ihrem Schutz aus dem regulären Dienstbetrieb abgezogen. Die weiterführende Aufklärung würde dadurch erschwert, dass das Videomaterial eines ehemaligen Mitarbeiters, das am 26. Mai in der Bild-Zeitung veröffentlicht wurde, weiterhin nicht bei der rnv vorlege. Das Unternehmen hat einen Rechtsanwalt beauftragt, einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen. Ein entlassener Mitarbeiter hatte von 2015 bis 2016 Kollegen mit einer versteckten Kamera gefilmt. Auf den Mitschnitten sind laut Bild-Zeitung Mitarbeiter zu sehen, die unter anderem rechtsextreme Parolen von sich geben und Nazi-Gesten machen. Der ebenfalls in dem Artikel erhobene Vorwurf hinsichtlich einer Gefährdung des Bahnverkehrs ist laut rnv nach einer eingehenden Untersuchung nicht haltbar. Man plane, Anzeige wegen falscher Verdächtigung zu erstatten, heißt es. Außerdem sei es Fakt, dass die rnv nicht mal Einzelfälle in ihrem Haus duldet. „Wir werden so lange weiterarbeiten, bis alle Vorgänge geklärt sind“, wird der technische Geschäftsführer Martin In der Beek zitiert. (mj/rnv)