Mannheim/Schwetzingen: Unionsinterne Merkel-Kritiker planen „konservatives Manifest“

Mit einem „konservativen Manifest“ wollen unionsinterne Kritiker von Bundeskanzlerin Angela Merkel den Druck auf eine Abkehr vom CDU-Kurs der Mitte erhöhen. Die Gruppierung WerteUnion wolle das Strategiepapier an diesem Samstag bei einem Treffen verabschieden, sagte WerteUnion-Chef Alexander Mitsch der Deutschen Presse-Agentur in Mannheim. In dem Entwurf des Manifests heißt es demnach unter anderem, die doppelte Staatsbürgerschaft müsse abgeschafft und die Wehrpflicht wieder eingeführt werden. Die vor einem Jahr gegründete WerteUnion will an diesem Samstag in Schwetzingen auch über das Thema „Was bedeutet konservative Politik heute?“ diskutieren. Als Gastredner erwartet der Zusammenschluss konservativer CDU- und CSU-Mitglieder den Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg, Manuel Hagel. Mitglieder der Gruppierung sind etwa Hessens Ex-Justizminister Christean Wagner und die CDU-Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel. Im Entwurf des Manifests heißt es Mitsch zufolge weiter, Ehe und Familie und das Leitbild Vater-Mutter-Kinder seien die wichtigsten Grundlagen der Gesellschaft. (lsw/mj)