Mannheim: Staatsanwaltschaft fordert Millionen Geldbuße von UBS – Prozess

Der Schweizer Großbank UBS könnte erneut eine Geldbuße wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung drohen. Das Landgericht Mannheim der Frage nach, ob die UBS Deutschland AG und deren Rechtsnachfolger in den Jahren 2001 bis 2012 deutsche Kunden dabei unterstützten, den Fiskus zu hintergehen. Die Staatsanwaltschaft Mannheim hatte eine Unternehmens-Geldbuße in Höhe von 83 Millionen Euro beantragt. Ziel sei, den wirtschaftlichen Vorteil, der durch vereinnahmte Gebühren, Provisionen oder Zinsen entstanden sei, abzuschöpfen. Auf eine Million Euro belaufe sich dab i die Sanktion. Die Anklagebehörde stützt ihren Antrag auf den Fall eines möglichen Haupttäters im Raum Mannheim. Nach ihren Angaben wird bereits gegen mehrere mögliche Täter ermittelt. Die UBS wies die Vorwürfe zurück. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Mitarbeiter der UBS Deutschland AG, entgegen den Vorschriften für den internationalen Zahlungsverkehr Kunden ermöglicht zu haben, Gelder als vermeintliche Inlandsüberweisung getarnt über ein bankinternes Clearingkonto verdeckt in die Schweiz zu transferieren. Gegen den Mutterkonzern war
bereits einmal eine Geldbuße von 300 Millionen Euro verhängt worden. dpa/feh