Mannheim: Staatsanwaltschaft leitet Überprüfungsverfahren gegen Löbel ein

Nach fragwürdigen Geschäften mit Corona-Masken hat die Staatsanwaltschaft Mannheim ein Überprüfungsverfahren gegen den bisherigen Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel eingeleitet. Weiterhin sind bei der Staatsanwaltschaft Mannheim weitere Anzeigen gegen Nikolas Löbel wegen Vorteilsannahme und Bestechlichkeit eingegangen. Dies bestätigte die Behörde dem Rhein-Neckar-Fernsehen gegenüber. Nun werde geprüft, ob ein hinreichender Anfangsverdacht zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegeben ist.

Löbels Firma soll Provisionen von rund 250 000 Euro kassiert haben, weil sie Kaufverträge über Corona-Schutzmasken zwischen einem baden-württembergischen Lieferanten und zwei Privatunternehmen in Heidelberg und Mannheim vermittelt hat. Nach heftiger Kritik trat Löbel am Montag aus der CDU aus und zog sich auch umgehend aus dem Parlament zurück. Neben Löbel ist auch der Abgeordnete Georg Nüßlein über die Masken-Affäre gestolpert. (dpa/kwi)