Mannheim: Stadt prüft Einrichtung eines Drogenkonsumraums

Die Stadt Mannheim prüft die Einrichtung eines Drogenkonsumraums. Wie eine Sprecherin mitteilte, besteht hohes Interesse an einer solchen Anlaufstelle. In einem solchen Raum könnten schwerst Drogenabhängige mitgebrachte Drogen wie Heroin und Kokain unter hygienischen Bedingungen einnehmen. Lebensgefährliche Überdosierungen sowie die Übertragung von Infektionskrankheiten – etwa HIV – können dadurch vermieden werden. Der Drogenverein Mannheim (DVM) begrüßte das Vorhaben der Stadt. Geschäftsführer Philip Gerber zufolge würde der DVM einen Konsumraum auch realisieren.
Die grün-schwarze Landesregierung will Drogenkonsumräume in Städten mit mehr als 300 000 Einwohnern zulassen. Neben Stuttgart und
Karlsruhe kommt auch Mannheim in Betracht. Ein Sprecher des Sozialministeriums sagte, man gehe davon aus, dass die entsprechende
Rechtsverordnung Anfang 2019 in Kraft tritt. Sie soll zunächst auf drei Jahre befristet sein. Die Kosten für Drogenkonsumräume müssen die Kommunen selbst tragen.(dpa/mf)