Mannheim: Stadt schließt nach neun Jahren Verbindungsstelle in Stuttgart

Mannheim schließt nach neun Jahren seine Verbindungsstelle in Stuttgart und will die Kontakte mit der Landeshauptstadt aus dem eigenen Rathaus heraus weiterführen. Der bisherige Vertreter der nordbadischen Stadt in Stuttgart wechsele auf einen Bürgermeisterposten – das nehme Mannheim zum Anlass für eine Veränderung, sagte Petar Drakul, Referent des Oberbürgermeisters. „Der künftige Beauftragte soll besser im Rathaus verankert sein, wo er stärker in die täglichen Abläufe eingebunden ist. Es ist eine rein strategische Entscheidung“, sagte Drakul, selbst ehemaliger Ministerialrat beim Land. Mannheim schreibe die Stelle gerade aus. Dass die 2008 angemieteten Räume in Stuttgart aufgegeben werden, habe auch einen finanziellen Effekt, räumte der Referent ein. „Das ist aber nachrangig. Wir müssen weiter in der Landeshauptstadt präsent bleiben, weil wir viele Aufgaben gemeinsam zu lösen haben. Etwa die geplante Renovierung des Nationaltheaters oder die Bundesgartenschau 2023 – hier brauchen wir das Land.“ Für Mannheim sei der direkte Zugang zu entscheidenden Stellen am Neckar wichtig, sagte Drakul. Über den Wechsel hatte auch der „Mannheimer Morgen“ berichtet. (dpa/lsw/asc)