Mannheim: Stadt will geschlossene Einrichtung für jugendliche Straftäter

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Im Ringen mit jugendlichen Straftätern aus Nordafrika drängt die Stadt Mannheim beim Innenministerium auf eine Lösung. „Wir haben mithilfe des Städtetags Baden-Württemberg geschaut, wie das in anderen Kommunen aussieht. Es gibt die Erfahrung an vielen Orten, zwar in unterschiedlicher Intensität, aber das Grundproblem ist präsent“, sagte Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD). Der Lösungsansatz wäre eine geschlossene Einrichtung für die Gruppe. Kurz hatte das Ministerium in einem Brief zum Handeln aufgefordert. Seit 2015 falle eine Gruppe zumeist aus Marokko in Mannheim durch „hohe kriminelle Energie“ auf. Die Bevölkerung nehme es als „Staatsversagen“ wahr, wenn die meist strafunmündigen Täter – deren Identität zudem oft unklar sei – nicht zur Rechenschaft gezogen werden könnten, schrieb er an Ressortchef Thomas Strobl (CDU). Ein Antwortbrief des Innenministeriums sei zu Wochenbeginn in Mannheim eingetroffen, sagte ein Sprecher der Stadt. Über den Inhalt war zunächst nichts bekannt. Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, jede geschlossene Unterbringung eines Minderjährigen werde nur unter engen Voraussetzungen erteilt und bedürfe der Genehmigung des Familiengerichts. Zudem setzten Angebote der Jugendhilfe – auch solche, die eine geschlossene Unterbringung vorsähen – eine Mitwirkungsbereitschaft der betroffenen jungen Menschen voraus. (dpa/lsw/asc)