Mannheim: Städtetag bittet Kitas von Warnstreiks zu verschonen

Der Deutsche Städtetag hat die Gewerkschaft Verdi aufgerufen, im Tarifkonflikt im Öffentlichen Dienst Kitas von Warnstreiks zu verschonen. Es sei schwer vermittelbar, dass Eltern die wegen Corona schon viele Wochen allein gelassen worden seien, jetzt wieder ohne Betreuung dastünden, sagte Präsident Burkhard Jung am Dienstag in Mannheim. «Kehrt bitte wieder an den Verhandlungstisch zurück». Der Städtetag ist nicht an den Tarifverhandlungen beteiligt. Für die Kommunen spricht dort die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände. Nach ersten Warnstreiks der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes
in mehreren Bundesländern sollen im Laufe der Woche andere Städte und Kommunen nachziehen. Am Dienstag gab es unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein Aktionen vor städtischen Betrieben, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. In der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart etwa sollen am Montag Kitas in den Warnstreik mit einbezogen werden. Die Gewerkschaft will mit den Warnstreiks ihren Lohnforderungen Nachdruck verleihen. Verhandelt wird über die Einkommen von mehr als zwei Millionen Beschäftigten. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden. (cag/dpa)