Mannheim: Strengere Regeln für Lokführer gefordert

Nach dem Bahnunglück in Mannheim fordert die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG strengere Regeln. Lokführer bräuchten fundierte Kenntnisse und Qualifikationen. Der Einsatz von Leiharbeitern dürfe nur die Ausnahme sein. Bei dem Zugunglück vergangenen Freitag wurden 35 Menschen verletzt. Schuld ist nach bisherigen Erkenntnissen der Lokführer des rammenden Güterzugs: Er soll trotz mehrerer Haltesignale und einer Zwangsbremsung weitergefahren sein. Der Lokführer sei kein Mitarbeiter des niederländischen Unternehmens ERS Railways, sondern bei einem Personaldienstleister beschäftigt, stellt die Eisenbahngewerkschaft fest. Sie will von der Deutsche Bahn Auskunft über die Höhe der Sachschäden und der Folgekosten. Dabei müsse geklärt werden, ob das Unternehmen herangezogen werden kann. (mf)