Mannheim: Studie: Viele Jugendliche während Corona-Zeit psychisch belastet

Viele junge Menschen haben nach einer Mannheimer Studie während der Corona-Krise unter großen Sorgen, Ängsten oder depressiver Stimmung gelitten. 57 Prozent von 666 befragten 16- bis 25-Jährigen waren belastet, 38 Prozent mittel bis schwer, wie das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit heute mitteilte. Der Umgang mit der Isolation von Freunden und Verwandten sei ausschlaggebend für den Grad der Belastung. «Unsere Daten zeigen: Mit zunehmendem Grad der sozialen Isolation wurde das Risiko einer psychischen Belastung immer größer», erklärte der Erstautor der Studie.  Ein kausaler Zusammenhang ließ sich auch aus Vergleichen mit Resultaten aus anderen ähnlichen Befragen ohne Krisenhintergrund herstellen, heißt es. Zudem lasse sich im Vergleich zu internationalen Studien feststellen, das junge Menschen von den Einschränkungen stärker belastet seien als ältere. Die Online-Befragung wurde vom 7. bis 16. Mai vorgenommen. Rauschenberg sagte, zugleich habe sich gezeigt, dass von der Pandemie gestresste junge Menschen digitalen Hilfs-Anwendungen gegenüber offen seien. Besonders belastete Männer und Frauen nutzten solche Gesundheits-Apps bereits. «Es ist wichtig zu wissen, dass junge Menschen bereit sind, sich digitale Unterstützung zu suchen, wenn es ihnen mental nicht gut geht.» Meist seien die Wirkungsweise und dieb Sicherheit solcher Apps jedoch nie wissenschaftlich untersucht worden. (lsw/mj)