Mannheim: Südzucker-Tochter Cropenergies weiter in roten Zahlen

Der Preisverfall bei Biokraftstoffen brockt der Südzucker-Tochter Cropenergies weiter rote Zahlen ein. Der Hersteller von Bioethanol meldete am Freitag auf Basis vorläufiger Berechnungen sechs Millionen Euro operativen Verlust vor Zinsen und Steuern für die ersten drei Quartale. Vor einem Jahr wies das Unternehmen an dieser Stelle noch 38 Millionen Euro Gewinn aus.
Für die gesamten zwölf Monate rechnet Cropenergies weiter mit bis zu 20 Millionen Euro Verlust, bestenfalls dürfte im Kerngeschäft eine schwarze Null stehen. Der Umsatz, der in den ersten neun Monaten um knapp zehn Prozent auf 626 Millionen Euro stieg, soll auf Jahressicht um fünf bis zehn Prozent zulegen. Vollständige Quartalszahlen will Cropenergies am 12. Januar veröffentlichen.
Der Preis für Bioethanol war in Europa zwischen Ende November 2013 und Ende Juli um über 15 Prozent gefallen und hat sich seitdem nur minimal erholt. Günstigere Rohstoffkosten konnten diesen Trend nur zum Teil abmildern. Für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2015/16 rechnet Cropenergies mit schwierigen Marktbedingungen, da erst im April die EU über die Verwendung von Biokraftstoffen bis 2020 und darüber hinaus entscheiden wolle. Davon erhofft sich CropEnergies neue Impulse für die Branche. (dpa/lsw)