Mannheim: Technoseum in der Kritik – Lob für die Popakademie

Der Rechnungshof kritisiert das Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim als zu teuer. Jeder Besucher werde mit 70 Euro bezuschusst, davon trägt das Land annähernd 50 Euro. Trotz intensiver Bemühungen sei es in den letzten Jahren nicht gelungen, die Besucherzahlen und die Einnahmen in ein angemessenes Verhältnis zu den Ausgaben zu bringen. Der Rechnungshof stellte zudem Einsparmöglichkeiten von rund 500.000 Euro jährlich fest. Dieses Geld würde dringend benötigt um die Präsentation der Dauerausstellung zu erneuern.
Kritisch sehen die Prüfer auch die Mannheimer Popakademie als „Kompetenzzentrum für die Musikwirtschaft“. Sie nehme Aufgaben der staatlichen Kulturförderung wahr, indem sie regionale Musikgruppen und -aktivitäten subventioniere. Auch würden unentgeltliche oder nicht kostendeckende Weiterbildungs-Programme
angeboten, die wesentlich zum jährlichen Defizit von mehr als 500.000 Euro beitragen. Dagegen lobt der Rechnungshof lobt die Ausbildungsarbeit der Mannheimer Popakademie und  befürwortet die Weiterentwicklung zu einer echten Hochschule. Dazu solle die bisher als GmbH geführte Akademie in eine echte Hochschule umgewandelt werden.(mf)