Mannheim: Test auf Rädern: Corona-Mobil geht in JVA an den Start

Schnellere Tests, schnellere Gewissheit: Eine mobile Corona-Teststation ist am Freitag in Mannheim in Betrieb gegangen. Das «CoVLAB» soll an Corona-Brennpunkten im ganzen Land zum Einsatz kommen. Das Labor ist in einem 40-Tonner-Sattelzug eingebaut. Damit sollen mehrere Hundert Menschen an einem Tag getestet werden können. «Die Ergebnisse werden noch am Tag der Abnahme übermittelt – im Einzelfall können wir den gesamten Prozess von der Probenentnahme und Laboranalyse in weniger als 60 Minuten abwickeln», sagte Michael Neumaier, der medizinisch-wissenschaftliche Leiter des CoVLAB. Bei den ersten Tests mit Häftlingen im Mannheimer Gefängnis war auch Justizminister Guido Wolf (CDU) dabei. Pro Tag sind derzeit 384 Tests im CoVLAB möglich, geplant sind mehr als 500. Gefängnisse gehören zu den Einrichtungen, die durch einen Infektionsausbruch besonders empfindlich getroffen werden könnten. «Raumkapazitäten sind begrenzt, konsequentes Abstandwahren ist kaum möglich», sagte Wolf. Neue Gefangene werden daher zunächst isoliert untergebracht. «Mit der mobilen Corona-Teststation haben wir nun auch die Möglichkeit, die Bediensteten einer Anstalt schnell und direkt vor Ort testen zu lassen.» Mit dem Projekt der Baden-Württemberg-Stiftung und des Universitätsklinikums Mannheim sollen durch Reihentests Infektionen mit dem Coronavirus frühzeitig erkannt und Infektionsketten vermieden werden. (lsw/mj)