Mannheim: Verband schlägt Alarm – Millionen Pflanzen vor der Vernichtung

Der Blumenhandel in Baden-Württemberg bleibt nach Angaben der Vereinigung Deutscher Blumengroßmärkte wegen der coronabedingten Betriebsschließungen auf Millionen von Blumentöpfen, Kräutern und Gemüsejungpflanzen sitzen. „Sie stehen durch die Untätigkeit der Landesregierung vor der unmittelbaren Vernichtung“, betonte Hans-Georg Biller vom Vorstand des Verbandes. Blumen, Kräuter und Gemüsejungpflanzen würden wegen ihres Beitrags zur Grundversorgung nur mit sieben Prozent Umsatzsteuer belangt. Deshalb sei nicht einzusehen, weshalb sie nicht über Gartencenter, Blumenläden und Gärtnereien verkauft werden dürften. Die Hygienemaßnahmen seien dort auch viel leichter umzusetzen als im „übervollen“ Lebensmitteleinzelhandel.
Eine grün-schwarz geführte Landesregierung müsse sich zum Vorreiter der Öffnung der Betriebe machen, meinte Biller.
Laut dem Verband hat Baden-Württemberg mit 4600 die im Ländervergleich zweithöchste Zahl an Gartenbaubetrieben. (dpa/cj)