Mannheim: Verhandlungen vor GE-Einigungsstelle beginnen

Im Zuge des geplanten Stellenabbaus beim Elektrokonzern General Electric (GE) beginnen am heutigen Dienstag die Verhandlungen für einen Interessensausgleich. Das neunköpfige Gremium will auch über einen
Sozialplan für die Betriebe in Mannheim, im sächsischen Neumark und in Nürnberg (Bayern) sprechen. Allein am Mannheimer Standort stehen mehr als 1000 Stellen zur Disposition. Betriebsrat und Gewerkschaft hatten
sich dafür ausgesprochen, dass eine Investorengruppe die von der Schließung bedrohten Betriebsteile übernimmt. Das GE-Management hingegen pocht auf einen Interessensausgleich und hatte vor dem Arbeitsgericht Mannheim die Einigungsstelle durchgesetzt. Sie wird von dem ehemaligen Vizepräsidenten des Mannheimer Arbeitsgerichtes Lothar Jordan moderiert. Der Stellenabbau ist nach GE-Auffassung für die Neustrukturierung des Konzerns nötig. Die Pläne sind seit einem Jahr bekannt; Arbeitnehmer und Arbeitgeber streiten seit Monaten über das Vorgehen. Sogar das Bundeswirtschaftsministerium hatte sich eingeschaltet und das Vorgehen von GE kritisiert. (mho/dpa)