Mannheim: Vermehrt „Antänzer“ in der Quadratestadt

Durch zwei sogenannte Antänzer wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 01:15 Uhr einem sichtlich betrunkenen Passanten die mitgeführte Geldbörse entwendet. Der 19-jährige Mannheimer hatte zuvor eine Kneipe in P6 verlassen und wurde auf der Straße von zwei augenscheinlich südländischen Mitbürgern in einer dem Geschädigten unbekannten Sprache angesprochen. Einer der unbekannten Männer umarmte den Geschädigten und begann mit diesem zu „tanzen“. Hierdurch verlor der Betrunkene das Gleichgewicht und fiel zu Boden. Als er realisierte, dass aus der Gesäßtasche seine Geldbörse entwendet wurde, waren die beiden Personen bereits in Richtung Breite Straße davongeeilt.

Bei den genannten Tätern soll es sich laut Angaben des Geschädigten um zwei Männer nordafrikanischen Phänotyps gehandelt haben. Diese seien zwischen 20 und 25 Jahre alt, trugen beide schwarze Bomberjacken (eine davon mit Fellbesatz an der Kapuze). Beide hatten kurze schwarze Haare. Ein Täter trug auffällig große silberne Ohrringe.

Das Phänomen des sogenannten Antanzens ist im Stadtgebiet Mannheim zunehmend zu beobachten. Hierbei suchen sich die Täter, welche alleine oder gemeinsam auftreten, gezielt sichtlich betrunkene Passanten aus, nehmen Kontakt zu diesen auf und unterschreiten unter dem Vorwand, mit diesen tanzen zu wollen die körperliche Distanz. Meist wird zusätzlich noch ein Fuß zwischen den Beinen des Geschädigten verhakt, um dessen sicheren Stand zu beeinträchtigen. Der Vorgang wirkt stets sehr routiniert und ist nach wenigen Sekunden erledigt. Meist bemerken die Geschädigten zu spät, dass ihnen Geldbörsen und Handys entwendet wurden. (pol)