Mannheim: Versperkirche endet mit Rekord

Die Mannheimer Vesperkirche 2017 ist mit einem Rekord zu Ende gegangen. Wie die Diakonie Mannheim mitteilt, wurden in der Zeit vom 6. Januar bis 5. Februar 16.000 Essen ausgegeben. Am besucherreichsten Tag kamen 632 Menschen zur Vesperkirche. „Das zeigt deutlich, dass die sozialen Probleme in Mannheim sich nicht verbessert haben, sondern im Gegenteil noch übler geworden sind“, sagt Ilka Sobottke, Pfarrerin der Citykirche Konkordien.

In der Vesperkirche, die sich an arme und bedürftige Menschen richtet, erhalten die Gäste nicht nur jeden Tag ein warmes Essen und einen Vesperbeutel für den Abend, sondern auch Zuwendung und medizinische Hilfe. Ilka Sobottke spricht von einem spürbaren Effekt: „In den Anfangsjahren dachten wir oft, wir kümmern uns hier vier Wochen lang und dann war’s das wieder. Aber inzwischen merken wir, dass wir durch die regelmäßige Begleitung über den ganzen Monat hinweg wirklich etwas bewegen können.“ Ihr schönstes Erfolgserlebnis sei es gewesen, als einer der Stammgäste dank der Wohnungsnotfallberatung nach fünf Jahren endlich wieder eine eigene Bleibe gefunden habe.

Die Kosten der Vesperkirche 2017 werden auf 150.000 Euro geschätzt. Sie können voraussichtlich durch Spenden vollständig abgedeckt werden, so die Diakonie. Die 21. Vesperkirche beginnt am 6. Janar 2018. (rk/PM Diakonie Mannheim)

Pfarrerin Ilka Sobottke bei der Eröffnung der Vesperkirche 2017. (Bild: Alexander Kästel)