Mannheim: Wechelkurse bremsen Fuchs-Petrolub

Der Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub hat in den ersten neun Monaten des Jahres unter der Rubel-Schwäche und der Konjunkturabkühlung gelitten. Wegen des im dritten Quartal spürbar nachlassenden Gegenwindes durch Wechselkurse schafften die Mannheimer aber ein leichtes Umsatzplus, während das operative Ergebnis praktisch stagnierte. Den zum Halbjahr wegen negativer Währungseinflüsse gekappten Jahresausblick bestätigte Unternehmenschef Stefan Fuchs bei Vorlage des Quartalsberichts.

In allen Regionen sei der MDax-Konzern in den ersten neun Monaten gewachsen, erklärte Fuchs. Die im ersten Halbjahr deutlichen währungsbedingten Einbußen bei Umsatz und Ergebnis hätten sich im dritten Quartal „erfreulicherweise reduziert“. Der Umsatz legte von Januar bis September um 1,7 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu. Ohne negative Währungseffekte und Zukäufe wären die Erlöse um vier Prozent gewachsen. Dabei profitierte Fuchs Petrolub vor allem von einer guten Nachfrage in China und Singapur. Auch Zukäufe sorgten für etwas mehr Schwung. Beim Gewinn traten die Mannheimer unterdessen auf der Stelle. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank das Ergebnis in den ersten neun Monaten leicht um 0,5 Prozent auf 235,9 Millionen Euro. Insbesondere im ersten Halbjahr hatten die Wechselkurse die Gesellschaft stark gebremst. Der Überschuss ging noch etwas stärker um 0,9 Prozent auf 164,1 Millionen Euro zurück.

Fuchs Petrolub stellt Schmierstoffe unter anderem für die Automobilindustrie, die Landwirtschaft und den Bergbau her. Ende September beschäftigten die Mannheimer gut 4100 Mitarbeiter. (dpa/wg)