Mannheim: Weltkriegsbombe entschärft

Die bei Bauarbeiten in der Otto-Beck-Straße (Oststadt) gefundene Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde erfolgreich entschärft: Kurz vor Mitternacht entfernte der Kampfmittelbeseitigungsdienst den letzten der beiden mechanischen Aufschlagszünder des rund 250 Kilogramm schweren amerikanischen Sprengkörpers. Die knapp 1000 Bewohner des Sicherheitsbereichs, die ihre Wohnungen für die Entschärfung verlassen mussten, konnten umgehend zurückkehren.

Der Entschärfungseinsatz wurde vom Verwaltungsstab der Stadt Mannheim koordiniert. Dabei waren neben dem Kampfmittelbeseitigungsdienst 15 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr sowie der Werkfeuerwehr Mercedes-Benz, ca. 100 Polizeibeamte, 125 Mitarbeiter der Rettungs- und Sanitätsdienste und 6 des THW sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Rhein-Neckar Verkehr GmbH  im Einsatz. Erster Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Christian Specht war ebenso wie Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz ständig über den aktuellen Stand der Entschärfungsaktion informiert, heißt es in der Mitteilung der Stadt.

„Eine Bombenentschärfung birgt trotz aller Routine immer große Gefahren. Daher haben wir in Absprache mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst zum Schutz der Bevölkerung einen Sicherheitsbereich von 250 Metern um den Fundort geräumt“, berichtet Specht. Während der Entschärfung musste der Verkehr auf der Augustaanlage ruhen. In dieser Zeit mussten auch die Buslinien 60 und 63 der rnv in der Otto-Beck-Straße bzw. Augustaanlage unterbrochen werden.

Für die Dauer der Räumung standen Aufenthaltsräume in der Pestalozzischule in der Otto-Beck-Straße 5-7 bereit. Dort haben sich rund 175 Menschen während der Entschärfung aufgehalten. Vier Personen mussten in Krankenwagen liegend, fünf sitzend transportiert werden. (wg)