Mannheim: Zeitung unterliegt im Rechtsstreit mit AfD-Mitarbeiter

Die Stuttgarter Wochenzeitung „Kontext“ darf in ihrer Berichterstattung den Namen eines AfD-Mitarbeiters nicht nennen. Das entschied das Mannheimer Landgericht. „Kontext“ hatte im Mai in Artikeln aus Chat-Protokollen mit nationalsozialistischen Äußerungen zitiert und diese dem Mitarbeiter von zwei AfD-Landtagsabgeordneten zugewiesen. Dies sei laut eines Gerichtssprechers nicht zweifelsfrei möglich. Der AfD-Mann hatte unter Eid ausgesagt, die Aussagen stammten nicht von ihm und das Blatt daraufhin auf Unterlassung verklagt. Der Anwalt der Zeitung kündigte an, in Revision gehen zu wollen. Das berichtet der SWR. Außerdem hatte er am Donnerstag Strafanzeige wegen mutmaßlich falscher eidesstattlicher Versicherung gestellt. Die nächste Instanz für den Fall ist das Oberlandesgericht Karlsruhe. Der Prozess war auf großes mediales Interesse gestoßen. /nih