Mannheim: Zukäufe bescheren Pharmahändler Phoenix Umsatzsprung

Der Pharmagroßhändler Phoenix hat im vergangenen Jahr von Zukäufen profitiert. Der Umsatz erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016/17 (Ende Januar) um 5,1 Prozent auf 24,4 Milliarden Euro, wie Deutschlands größter Pharmahändler am Dienstag mitteilte. Dabei wuchs das Unternehmen mehr als doppelt so schnell wie die Branche, die europaweit auf ein Plus von 2,3 Prozent kam. Phoenix hatte sich zuletzt durch Zukäufe verstärkt. So übernahm das Mannheimer Familienunternehmen im vergangenen Jahr mittels eines Joint Ventures mit dem Konkurrenten Celesio die niederländische Mediq Apotheken. Für Phoenix war der Zukauf einer der größten in der Firmengeschichte. Die Kosten für die Übernahme belasteten allerdings das Ergebnis. Zudem machten sich der adauernde Margendruck im deutschen Geschäft sowie Auswirkungen regulatorischer Eingriffe in Großbritannien negativ bemerkbar. Das operative Ergebnis (Ebitda) sank von 495,4 Millionen Euro auf 417,8 Millionen Euro. Das Nettoergebnis verringerte sich von 202,8 Millionen auf 122,7 Millionen Euro. Für das neue Geschäftsjahr kündigte Oliver Windholz, Vorsitzender der Geschäftsführung, Umsatzzuwächse in nahezu allen Märkten sowie ein höheres operatives Ergebnis (Ebitda) an. Dieses solle „spürbar“ steigen, hieß es. (dpa)