Mannheim/Rhein-Neckar: Streit um Notfallrettung in der Region

Mannheims Sicherheitsdezernent und Erster Bürgermeister Christian Specht fordert eine Novellierung des Landesrettungsdienstgesetzes. Es könne nicht länger angehen, dass die Kommunen bei der Regelung der Notfallrettung keine direkten Mitwirkungsrechte hätten.

In der RNF-Studiodiskussion „Zur Sache“ kritisierten er und weitere Rettungsfachleute zudem, dass auch die Leitenden Notärzte bei den Verhandlungen zwischen Kassen und Hilfsorganisationen über Organisation und Kosten des Rettungsdienstes nicht mit am Tisch säßen. Ein Fragezeichen setzt Specht auch hinter die Arbeit der Integrierten Leitstelle Rhein-Neckar in Ladenburg. Anlass der Kritik ist eine offiziell noch nicht vorgestellte, RNF aber vorliegende Studie zur Struktur des Rettungsdienstbereiches Mannheim, Heidelberg, Rhein-Neckar. Dieses Papier weist nach, dass Rettungswagen und Notärzte in vielen Fällen die gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfristen nicht einhalten, die Hilfsdienste über zu wenig Fahrzeuge verfügen und die Leitstelle nicht erkennen kann, wo sich bei Einsätzen der jeweils nächst erreichbare Wagen befindet. Die Sendung „Zur Sache“ ist am Wochenende im Programm von RNF sowie in der Mediathek auf RNF.de zu sehen. (BS)