Meckenheim: Ministerin sieht keine Gefahr für Trinkwasser

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) gibt trotz eines Nitrat-Spitzenwertes
Entwarnung für das Grundwasser im pfälzischen Meckenheim. „Das Trinkwasser ist nicht in Gefahr“, sagte Höfken am Donnerstag im Landtag in Mainz. Laut einer bundesweiten Abfrage finden sich die
bundesweit höchsten Nitratwerte im Grundwasser in Meckenheim (Kreis Bad Dürkheim) – 320,5 Milligramm je Liter, zulässig sind 50 Milligramm je Liter. Im Trinkwasser ist laut Ministerium fast kein
Nitrat vorhanden.
Die Unbedenklichkeit gilt laut Höfken auch für das rheinhessische Mettenheim (Kreis Alzey-Worms), wo die Belastung ebenfalls hoch ist – vor allem in Westhofen. Das Brunnenwasser von dort wird laut Ministerium mit Wasser aus Osthofen gemischt, dann liege der Nitratwert bei 30 Milligramm je Liter, also unter dem Grenzwert. Die Probleme gingen zum großen Teil auf eine frühere Überdüngung zurück,
sagte Höfken. Ein Programm zur Gewässerschonung sei landesweit in Kraft. Das Ziel sei, dass die Schadstoffbelastung abnehme oder zumindest nicht mehr steige.
Nitrat wird als Dünger eingesetzt. Der Pflanzennährstoff ist selbst nicht gesundheitsgefährdend. Im Körper kann es aber zu Nitrit umgewandelt werden, das den Sauerstofftransport im Blut blockiert. (dpa/lrs)