Höhere Kampfhundesteuer: Hundebesitzer aus Wiesloch wehren sich

Listenhunde – im Volksmund besser bekannt als Kampfhunde – haben ihren Ruf weg. Kampfhunde sind aggressiv, gefährlich, blutrünstig und werden hauptsächlich von Kriminellen, Zuhältern und Menschen mit mangelndem Selbsbewusstsein gehalten, so sagt man zumindest. Vor 18 Jahren töteten zwei Pitbulls in Hamburg einen kleinen Jungen – daraufhin veranlassten mehrere Bundesländer die sogenannten Hundeverordnungen, die bestimmte Rassen als besonders gefährlich einstufen. Der Aufwand für Halter ist seitdem enorm gestiegen: Wesenstest, Haltergenehmigung und in manchen Städten erhöhte Hundesteuern. Auch hier bei uns sind die Hunde in aller Munde: Die Stadt Wiesloch hat zum 1. Januar die Kampfhundesteuer eingeführt, statt 99 Euro müssen Listenhundebesitzer nun jährlich 495 Euro zahlen.